"NEUSTADTPORTRAITS" - GESICHTER UND STIMMEN ZUR "WOCHE DES GUTEN LEBENS"


Wer sind die Menschen, die in der Äußeren Neustadt leben und was denken sie über die "Woche des guten Lebens"? In unserem Blog stellen wir euch jede Woche Neustädter*innen und ihre Meinung und Ideen zum Verkehrsexperiment vor.





Heute haben wir Christian die Fragen gestellt, der sich beruflich, aber auch ehrenamtlich als Vorsitzender des Herbert-Wehner-Bildungswerks für politische Bildung sowie des Demokratie-Vereins Bürger.Courage seit vielen Jahren mit sozialen und öffentlichen Orten beschäftigt und als gewählter Stadtbezirksbeirat für die Neustadt die „Woche des Guten Lebens“ unterstützt. Ihn interessieren vor allem auch die Chancen des konkreten Prozesses, die Neustadt autofreier zu machen.


WIE MÖCHTEST DU DEN FREIEN RAUM AUF DER STRASSE ZUR "WOCHE DES GUTEN LEBENS" NUTZEN?

Leider wird ja die Woche nun wegen der Pandemie nicht stattfinden. Aber aufgehoben ist ja nicht aufgeschoben. Ich werde auf jeden Fall Badminton spielen, wenn die Straßen irgendwann frei sind. Und ich freue mich schon jetzt auf die vielen kleinen Ideen aus unserem Stadtviertel, die uns allen immer wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Ich stelle mir immer schon im Rahmen der Idee der „Woche des guten Lebens“ die leeren Straßen Sonntag Abend und Montag früh an der BRN vor, und man ist immer überrascht über den vielen Platz. Aber auch über die große Leere, in der eben auch irgendwas etwas fehlt. Die neue Leere muss kreativ und zusammen gefüllt werden. Mit viel Grün. Aber auch großstädtisch-kreativ.


WAS GIBT ES AUS DEINER SICHT ZU BEACHTEN ODER ZU VERBESSERN, DAMIT ALLE ZUFRIEDEN SIND?

Auch in der Neustadt wirkt oft das NIMBY-Prinzip: Not in my backyard. Fast alle sind ja abstrakt für autofreie Straßen. Aber konkret sagen dann doch viele, lasst uns nicht in der eigenen Straße, sondern woanders beginnen. Denn natürlich bedeutet eine autofreie Neustadt unheimlich viele Chancen, aber natürlich auch neue Herausforderungen: Mehr Platz auf den Straßen, aber natürlich gibt es auch Nachteile. Zu erwarten ist etwa mehr Lärm, persönliche Einschränkungen, wenn man mit dem Auto zur weiter weg gelegenen Arbeit fährt. Es ist wichtig Visionen zu formulieren und dann mit einer den Stadtteil aktivierenden Bürgerbeteiligung mit unterschiedlichen Facetten umzusetzen.


EINEN PARKPLATZ ERSETZT DU MIT …

… Baumreihen auf den Straßen, unterbrochen von Bänken, auf denen man sich vor den Türen treffen kann. Cafés bekommen mehr Freiraum. Kinder spielen auf den Straßen! Als Italien-Fan freue ich mich auf mehr mediterranes Flair in Dresden und der Neustadt.

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